[Durchgespielt] The Last of Us

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6 thoughts on “[Durchgespielt] The Last of Us

  1. Du hast dich hier ja doch relativ diplomatisch ausgedrückt, sodass ich als absoluter TLoU-Megafan gar nicht viel zurückstänkern kann. :P Ich war nie mehr “emotionally invested” in ein Spiel und bin froh, dass TLoU kein Cutscene-Fest wie bspw. The Order ist. Was mich an dem Spiel am meisten beeindruckt hat, sind die Kontraste. Ruhige Spielpassagen und Action. Cutscenes und eigenes Handeln. Joel und Ellie. Angst und Hoffnung. Chaos und Harmonie. Enge/Hektik, aufreibender Nahkampf und Weite/Ruhe, durchatmen nach einem anstrengenden Set Gegner. Diese Dialektik wär m.E. ohne die Running-and-Gunning-Passagen weit weniger intensiv zu erfahren gewesen.

    Klar sind manche Passagen (v.a. gegen menschliche Gegner) echt schwierig und nervig, aber da ich das Spiel auf allen Schwierigkeitsstufen mehrmals durchgespielt habe, kann ich auch sagen: es ist einfach Übungssache und deine Schwierigkeiten sind tatsächlich ein wenig der Tatsache geschuldet, dass du selten solche Spiele spielst. Im ersten Durchlauf hab ich auch auf Easy gespielt und war stellenweise kurz vor der Frustration, aber ein einfach Durchrennen durch das Spiel hätte m.M.n. das Spielerlebnis noch mehr ruiniert, weil man eben auch ein bisschen mit den Figuren in dieser dystopischen Welt mitleiden muss.

    Mit dem “Besiege alle Gegner”-Prinzip hatte ich überhaupt keine Probleme bzw. das hat mich überhaupt nicht gestört. Das ist wohl einfach Geschmackssache. Meiner Meinung nach war das bei TLoU sogar wesentlich angenehmer als z.B. noch bei den alten Uncharted-Teilen. Man musste aber definitiv nicht überall vorher alle Gegner ausschalten, um weiterzukommen. Im Winter konnte man sich bspw. sehr gut einfach durchschleichen, was ja auch Sinn ergibt. Wenn du allerdings etwas in dem Gebiet machst, wobei dich echt jeder Hansel entdecken würde, dann macht es, finde ich, auch Sinn, wenn das erst funktioniert, wenn alle weg sind.

    So. Ich glaube, das war’s erst mal. :’D

    1. Stimmt, da muss ich dir recht geben. Ohne die aktiven Passagen wären die Kontraste für den Spieler selbst wahrscheinlich weniger intensiv gewesen. Interessanter Ansatz. Ist mir beim Spielen natürlich gar nicht so aufgefallen, aber wenn ich so drüber nachdenke muss ich dir da zustimmen.

      Vielleicht werde ich es ja irgendwann auch nochmal durchspielen und dann besser mit der Steuerung zurecht kommen, wer weiß. Bis dahin behalte ich es aber wohl erstmal vorrangig wegen der guten Geschichte im Kopf ^^

  2. Ich finde auch, dass TLoU in Sachen Gameplay teils große Schwächen hat und schon allein deswegen nicht ganz den Status verdient hat, den es schon seit Release genießen darf.

  3. Ich empfand die Kampfszenen zwar teils unpassend (vor allem, weil man eben dieses Wellen-Prinzip erkennt, aber das ist ja bspw. in Tomb Raider auch so), aber nicht überfordernd. Bin in Shootern an der Konsole auch nicht sonderlich gut und hab deshalb, sicherlich noch im ersten Drittel des Spiels, die Schwierigkeit auf den untersten Punkt gestellt, womit dann ja ein ungefähres Auto-Aim möglich ist. Fand ich, da es mir mehr auf Atmosphäre und Geschichte ankam, sinnvoller als mich an irgendwelchen Gameplay-Herausforderungen abzumühen.
    Was ich sowohl an deinem Text als auch am Cast allerdings schade fand, ist, dass ihr nicht über das Ende gesprochen habt. Denn das hatte mich damals extrem frustriert zurück gelassen. Ich war noch nie so unzufrieden mit dem Ende einer Geschichte, da die Schlussentscheidung einfach komplett gegensätzlich zu der ist, die ich getroffen hätte. Ich hoffe einfach mal, dass war noch spoilerfrei genug, und die, die es gespielt haben, wissen ja, was gemeint ist.

  4. Wie jetzt? Du hättest ein zentrales Element – das eigentliche Spielen – gerne als Zwischensequenz gehabt? Krasser Gedanke… Ich finde bei Naughty Dog gerade die Mischung gut.